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Die Blockflöte

Aufbau
  • Material: meist Holz: Buchsbaum, Palisander, Ebenholz, Ahorn
    auch Kunststoff ist möglich, diese Instrumente sind sehr preiswert, relativ unverwüstlich, aber lassen klanglich einiges zu wünschen übrig
  • Grifflöcher: vorn 7 und hinten ein Überblasloch für den Daumen
    => die untersten beiden Löcher gibt es auch als Doppelloch (siehe Bild)
    => Grund: für das Greifen der Töne cis und dis müssen diese Löcher nur halb bedeckt werden, mit einem Doppelloch sind diese Griffe einfacher
  • Tonumfang: 2 Oktaven (c1 bis c3)
  • es gibt die Blockflöte in allen Tonlagen: Sopran, Alt, Tenor und Baß
    => die Sopranblockflöte ist die gebräuchlichste
    bei Tenor - und Baßflöte werden Klappen verwendet, da die Grifflöcher zu weit auseinander sind
Pflege
  • wie alle Holzinstrumente ist die Blockflöte sehr empfindlich gegenüber extremen Temperaturen und Feuchtigkeit
    => deshalb muß die Flöte nach jedem Spielen auseinandergenommen und "trocken gelegt" werden
    (= mit einem Wischstab innen reinigen)
    außerdem sind große Temperaturschwankungen zu vermeiden
  • der Kopf der Flöte ist sehr empfindlich, eine Beschädigung des Labium oder der Labiumkante macht die Flöte unbrauchbar, da kein vernünfitger Ton mehr erzeugt werden kann
  • ab und zu ein paar Tropfen Öl tun der Flöte gut, die Kernspalte darf aber kein Öl abbekommen
Spielweise
  • für einen schönen Ton muß man gleichmäßig und nicht zu stark blasen
  • die Töne werden mit der Zunge angestoßen und auch mit der Zunge abgeschlossen, so als wolle man "düt" sagen
  • zu feuchtes Blasen verengt die Kernspalte
    => die Flöte klingt heiser
    => Abhilfe: das Labium mit dem Finger zuhalten und kräftig ins Mundstück blasen
Geschichte
  • im 15. bis 18. Jh. war die Blockflöte das führende Flöteninstrument, dann wurde sie jedoch durch die Querflöte abgelöst
Blockflöte
Links eine Holzblockflöte mit deutscher Griffweise,
rechts eine preiswerte Plastikflöte mit Doppelloch in barocker Griffweise

Seite erstellt: Juni 2003, letzte Änderung: 2007